|
|
| Skifahrt: Mit den Skiern ist das ja so eine Sache, man hat keine Bremsen, kann sich nirgends verankern und ist eigentlich nur darauf angewiesen, daß die Hunde sehr gut hören. Cleo ist da eigentlich sehr gut. Sie spurt sogar, läuft also im Tiefschnee querfeldein vorneweg. Es war herrlicher Schnee, die Sonne schien, ein Tag um eine lange Tour zu machen. Aber wie es eben meist ist, ich hatte nur Mittagspause und mußte in zwei Stunden wieder arbeiten. Ich hatte 4 Hunde vor die Ski gespannt, Cleo, Buffy (der Großspitz) Angel und Chaila, die Wolfsspitze. Ich spanne die Hunde alle einzeln, damit sie heimwärts in der Spur laufen können.
Also läuft Cleo sehr weit vorne. Ich drehte also meine Runde bis zum Fuße des Bleßberges (oben liegt Siegmundsburg) und will umdrehen. Nun hatte aber Cleo wohl meine Gedanken gelesen und war der Meinung: „Bei so einem Wetter dreht man noch nicht um, da sind 5km viel zu kurz!“ Sie war durch kein Kommando zu bewegen, kehrt zu machen. Nein, sie wollte hoch zum Bleß!! Also schnallte ich die Skier ab und wollte Cleo mit Bockwurst auf den richtigen Weg bringen. Cleo nahm zwar die Bockwurst, spuckte sie mir aber vor die Füße und drehte sich wieder um Richtung Bleß. Alles an ihr sagte: “Iß Deine Bockwurst selbst! Ich geh weiter!“ Ich mußte sie wirklich in die richtige Position ziehen, sie dort Platz machen lassen und mit sehr hartem Kommando in Richtung heimwärts schicken. Am nächsten Tag hatte ich mehr Zeit und ging wieder mit den Skiern los. Diesmal fuhr ich eine andere Strecke und kam auf einen Waldweg, wo eine Traktorspur entlang ging. Es lagen ca. 60 cm Schnee und das Spurenziehen strengt schon sehr an. „Also nix wie drauf auf diese Spur, da komme ich wenigstens voran.“ waren so meine Gedanken. Es war der Waldweg, auf dem ich auch immer mit dem Rad entlang gefahren bin. Eine schöne Strecke, fast eben, so richtig für Speed. Also rein in die Spur und schon ging es los im Renngalopp. Es war mir schon fast zu schnell, aber bitte schön, der Weg ist ja eben – denkste, war doch der dämliche Traktorfahrer in den Straßengraben gerutscht. Aber wie kommt man mit den Skiern aus einer 50cm tiefen Spur raus, und wie soll man bremsen in einer Reifenspur. Ich wollte anhalten, aber die Hunde reagierten auf kein Kommando. Cleo hatte mal wieder die Ohren seitlich gelegt. Sie rannte hier immer schnell, warum sollte sie hier anhalten!!! Also mußte ich mich hinschmeißen, so Stuntman mäßig. Nach ca 20 m kam das Gespann zum stehen. Ich wieder rein in die Spur und weiter ging es im Renngalopp – bis zur Futterkrippe, dort wendete der Traktor. Also wiederholte sich das Spiel noch mal. Auch diesmal sah Cleo überhaupt nicht ein, warum sie anhalten sollte. In meinem nächsten Leben werde ich erst eine Stuntmanausbildung machen, bevor ich mir wieder so einen Hund wie Cleo hole!
|